hier ein paar Verhalltensregeln zu Thailand
Hier ein paar Verhaltensregeln, die Ihr eventuell beachten solltet bei Eurem Thailandbesuch. Sicher nicht zwingend notwendig, (da die Thais dem Farang so manches verzeihen) aber bestimmt gut ankommen würden!
Hallo sagen oder guten Tag....
In den Touristengebieten leider fast vollständig verschwunden ist die traditionelle Art sich zu begrüssen.
Der Wai, die gefalteten Hände auf Mundhöhe sind für Nichtthais auch etwas schwer zu verstehen. Mit einem Wai begrüsst zuerst immer der jüngere oder unterstellte den älteren oder die Respektsperson. Die Höhe der Hände zeigt auch das Mass an Hochachtung an, das man der anderen Person gegenüberbringt.
So kann man sich unter jungen Menschen Hallo sagen, aber niemals zu älteren oder hochgestellten Personen!
Ein Priester, ein Polizeichef oder der Bankdirektor sollten mit einem "Nasenhöhenwai" begrüsst werden, gleichgestellte Personen mit einem "Kinnhöhenwai", jüngere oder niedriger gestellte Personen allerhöchstens mit einem freundlichen Kopfnicken, aber niemals mit einem Wai, denn sonst macht man sich und andere lächerlich. Denn mit dem Wai gegenüber einer unterstellten oder jüngeren Person hebt man diese auf das selbe Niveau der überstellten Persönlichkeiten, was zur allgemeinen Verwirrung und Verärgerung führt.
Der Wai sollte grundsätzlich mit einem freundlichen aber andächtigen Lächeln begleitet werden. Die geschüttelte Hand kennt man höchstens aus Filmen aber die Thais finden das grösstenteils sehr lustig, so dass es einem schon mal passieren kann, dass beim Verlassen einer Disco jeder versucht einem die Hand zu schütteln.
Also, wenn dass alles etwas zu kompliziert klingt, dann sollte man einfach ein freundliches Kopfnicken erwägen um nicht gnadenlos in das Fettnäpfchen zu treten. Dazu sagen Frauen ein gehauchtes SWADII KAHH und Männer etwas festen ein SAWDII KAP.
Angenehmerweise läuft das gesamte Leben im Land des Lächelns mit sehr viel Ruhe und Respekt ab. Kein Drängel, kein Schimpfen, keine bösen Worte. Nur in der Metropole Bangkok kommt ab und zu etwas wie Unruhe auf. Ansonsten lebt man sein Leben ein bisschen wie es kommt, man kann ja eh nichts ändern.
Respekt...
Eigentlich ist besitzt die thailändische Königsfamilie keine Regierungsgewalt, aber selbst die Regierung würde es niemals wagen sich über ein Wort oder eine Empfehlung des Königs hinwegzusetzen. Dies würde von der Bevölkerung als absolute Respektlosigkeit bewertet. Ebenso ist in der Familie undenkbar, dass sich ein Jüngerer über den Rat des Älteren hinwegsetzt. Älteren Menschen, Mönchen, der Königsfamilie und deren Abbildungen, allen Arten von Tempeln (unabhängig der Religion) sind Respekt zu zollen. Bei Zuwiederhandlung kann das teilweise sogar drastische Strafen nach sich ziehen.
Ruhe...
Ruhig ist es in Thailand sicherlich nicht, Partys werden gefeiert wie sie fallen, der Spass am Leben lässt sich nicht durch Miesmacher oder Lärmgeschädigte verderben.
Aber das Leben läuft mit einer Art von Ruhe und Gelassenheit ab, die für uns anfangs äusserst schwer nachzuvollziehen ist. Dinge die uns aufregen gehen hier scheinbar spurlos an den Menschen vorrüber. Ein oder zwei Stunden zu warten, auf den Arzt, das Flugzeug oder eine Verabredung können Thais nicht aus der Ruhe bringen. Sich anzustellen und dann mal ein paar Stündchen zu warten gehören zu den Dingen die schon kleine Kinder lernen und akzeptieren. Europäische Ungeduld ist unverständlich. Wir wollen hier nicht versuchen über Buddhismus zu lehren, denn dazu gibt es im WWW ein überraschend grosses Angebot. Über 92% der Thailändischen Bevölkerung bekennen sich zum Buddhismus und die Religion wird wirklich praktiziert und gelebt.
Tempel sind allgegenwärtig und auch jedes Haus hat seinen kleinen buddhistischen Schrein. Opfergaben in Form von Blumen, Essen, Geld oder auch Blattgold werden erbracht um im Gegenzug Glück, Gesundheit und Geld zu erbeten. Man hat Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Religionen und kein Versuch der Bekehrung unterbleibt.
Im Tempel...
Man sollte sich anständig anziehen, eine lange Hose, ein langer Rock ein geschlossenes Hemd oder T-Shirt und vernünftige Schuhe sind angebracht und in manchen Tempeln zum Einlass zwingend. Schultern und Knie müssen in jedem Fall bedeckt sein.
Beim Betreten eines Tempels (übrigens auch jeder Wohnung) sind die Schuhe auszuziehen. Um den nötigen Respekt zu zeigen läuft man (falls andere Menschen sitzen) in gebückter Haltung. Fotos (ohne Blitz) oder Videos machen ist kein Problem, aber bitte im Sitzen, denn es ist ungehörig zu stehen während andere Meschen oder gar ein Mönch sitzt.
Wasserzeremonie...
Wasser hat in der buddhistischen Lehre eine hohe Bedeutung. Das Segnen mittels Wasser verspricht eine reiche Ernte (heute wohl eher reichlich Geld).
Der interessierte Tourist hat auch jederzeit die Möglichkeit seinen Wassersegen zu erhalten: Man nähert sich im Tempel in gebückter Haltung dem sitzenden Mönch. Die Bgrüssung erfolgt mit einem Wai etwas über Nasenhöhe. Alsbald wird vom Mönch ein beruhigender Gesang zelebriert. Dazu schliesst man die Augen und faltet die Hände vor dem Gesicht. Abschliessend wird man mittels eines Palmwedels mit Wasser bespritzt und eventuell bekommt man noch eine gesegneten Baumwollfaden um das Handgelek gebunden. Dieser ist niemals zu entfernen sondern muss von selbst abfallen. Anschliessend bedankt man sich mit tief gebücktem Haupt.
Angebracht ist dann eine kleine Spende in Höhe von 50-100 THB. die man in die parat stehende Spendenbox wirft und sich bei der Box für die Annahme des Geldes mit einem schönen Wai bedankt.
Höflichkeit...
Das Verständnis von Höflichkeit unterscheidet sich sehr von dem unseren. Viele Dinge die für uns von guter Erziehung zeugen, wie zum Beispiel das Aufstehen im Bus, falls ein älterer oder gebrechlicher Mensch einen Sitzplatz benötigt, sind unüblich. Oder dass man beim Essen in einer Gesprächsrunde jemanden ausreden lässt. Derjenige der etwas zu sagen hat wird es tun und nicht warten.
Dafür wird aber ein Thai der an einer Gesprächsrunde vorbei läuft eine demütig gebückte Haltung annehmen um das Gespräch nicht abzulenken, und seine Kopfhöhe unter die der Sprechenden zu bringen.
Während man bei uns aufsteht wenn sich weitere Freunde an einen Tisch dazu gesellen, wird sich ein Thai von seinem Mahl nicht im Geringsten ablenken lassen.
In einigen europäischen Ländern gilt ein Begrüssungsküsschen aud die Backen als höfliche und freundschaftliche Geste, in Thailand gilt körperlicher Kontakt als unhöflich und unschicklich. Händchenhalten geht bei Frischverliebten gerade noch so durch, aber Küssen ..... voll daneben !!! Wo in Europa Pünktlichkeit mehr als nur eine Höflichkeit ist, hat ein mit seiner Frau eingeladener Thai keine Probleme mal zwei Stunden später zu kommen, aber dafür noch 5 unangemeldete Freunde mitzubringen
Diskussionen... lieber nicht
Thais unterhalten sich gerne doch im Gegensatz zu uns Europäern sind ernste Themen nicht gefragt, sondern der Spass im Allgemeinen und im Gespräch.
Die europäische Art sich ernsthaft über Themen zu unterhalten oder angeregte Diskussionen zu führen, stösst in Thailand auf wenig Verständnis und ist sogar ausgesprochen ungehörig.
Der Versuch seine Meinung kundzutun sollte tunlichst vermieden werden. Eine Meinung ist nur dann erträglich wenn sie hundertprozentig mit der des Gesprächspartners konform geht. Die schlimmste Situation, die sicher dazu führt dass man von allen Teilhabenden geschnitten wird, wäre ein lautes Streitgespräch mit einer älteren Person.
Wenn man sich in seinem Hotel über sein Zimmer beschweren möchte, dann niemals mit ärgerlicher Mine oder mit lauter Stimme, denn so verliert man sein Gesicht und die gewünschte Änderung wird niemals in Erfüllung gehen. Besser ist es mit freundlichem Lächeln das Hotel zu loben und dann mit freundlichster Stimme das gewünschte vorbringen. So kann man der Erfüllung seiner Wünsche relativ sicher sein.
Der Minishop die Kommunikationszentrale...
Für den durchschnittlichen Nichtthai (Falang) etwas schwierig zu verstehen, wie die Unzahl von winzigen Geschäften und Geschäftchen eine Überlebenschance haben können. Doch diese kleinen Supermärkte deren Angebot trotz minimaler Stellfläche alles was man täglich braucht in Ihrem Sortiment führen, haben durchaus Ihre Existenzberechtigung.
Zum Ersten sei bemerkt, dass Thais für europäische Voratshaltung wenig Verständnis aufbringen, sowie auch allgemeine Gedanken an die Zukunft nicht zuviel verschwendet werden.
Zum Zweiten gibt es in den Haushalten kaum Lagerungsmöglichkeiten, geschweige denn Gefriertruhen oder grosse Kühlschränke. So hat man also den Kühlschrank, die Gefriertruhe und auch alle anderen Vorräte in seinem Minishop nebenan. Hier wird gegenüber dem weit entfernt gelegenen Supermarkt nur ein geringer Preisaufschlag erhoben. So geht Thaimann oder Thaifrau mal eben eine Zigarette (in Zahlen:1) kaufen oder eine Zwiebel oder etwas Babypuder oder eine Kopfschmerztablette oder auch einen halben Liter Benzin.
Zum Dritten hat der Minishop die Aufgabe einer Kommunikationszentrale für wichtige Informationen aus Stadt, Strasse oder sonstigem. Hier trifft man sich zum Smalltalk und tauscht ungeheuer wichtige Informationen aus, zum Beispiel über die neue Frisur von POO oder den Bierkonsum von KITTISIAK.
Erweiterte Transportkapazitäten...
Unsere kleinen Alltagsproblemchen stellen sich für Thais eigentlich nie. Zum Beispiel muss man mit 4 Personen von A nach B, hat aber nur ein Moped zur Verfügung... Was tun, unsereiner würde 3 mal fahren und jeweils einen Mitfahrer transportieren... ein Thai? Nie! Wenn 2 draufpassen, dann auch 3 und wenn zur Zeit keine Polizeikontrollen sind, dann locker auch 4 und dann bleibt immer noch ein Plätzchen für nen Kistchen Bier.
14 Personen in einen Minibus dessen Zulassung in Europa auf 7 Personen beschränkt wäre ist auch kein Problem, und wenn dann noch Gepäck dazukommt ? Auf's Dach damit, kein Gepäckträger! Nein? Dann wird es mit ein paar Schnüren irgendwo festgebunden.
Deswegen werden die offenen Pickup-Trucks auch immer beliebter, denn hier sin zwar die Ladelänge und auch die Breite durch die Ladefläche beschränkt, aber die Höhe ist ja immer noch offen. Auf den Highways sieht man regelmässig 4-4,5 Meter hohe Pickups. Ausserdem passen in so ein Gefährt locker 20 Erwachsene oder 30 Schulkinder und das auf 8qm Stellfläche
