Der Wai - der traditionelle, thailändische Gruß
Einer der bemerkenswertesten Gebräuche und kennzeichnend für Thai ist sicherlich der Wai. Es ist der traditionelle Gruß, bei dem die beiden Handflächen mit ausgestreckten Fingern zusammengelegt und in etwa Brusthöhe angehoben werden. Gleichzeitig senkt sich dabei der Kopf in Richtung der Hände.
Der Wai ist der freundliche Weg, dem anderen Respekt zu bezeugen. Er wird generell von dem Untergeordneten dem Höherstehenden entboten, vom Jüngeren dem Älteren, als ein Zeichen der Liebe und des Respekts. So begrüßt man auch Freunde, Bekannte oder Fremde, wenn man sich ihnen nähert, als Zeichen von Freundschaft und Anerkennung. Dieser Brauch bzw. die ganze dahinterstehende Einstellung ist in jeder Beziehung auch nützlich für den Thailänder selbst. Zeigt es ihn doch als liebevollen und liebenswürdigen Menschen, wo immer er sich zeigt. Es zeigt die höfliche und freundliche Art der Thai, der friedensliebenden Nation, die bestens bekannt ist für ihre Toleranz und Gastfreundschaft.
Zusammen mit dem Wai sagt der Thai normalerweise „Sawad-di”, ein Wort des Segens oder des guten Wunsches, so wie wir „Guten Morgen”, „Guten Tag”, „Guten Abend” oder auch einfach nur „Hallo” sagen.
Insofern kann der Wai verglichen werden mit den uns bekannten Zeichen der Höflichkeit wie Kopfnicken oder Hut anheben. Aber der Wai sieht würdevoller aus, wenn er richtig gemacht wird.
Wenn jemand uns seinen Respekt durch ein Wai zeigt, sollten wir das selbe tun und mit einem Wai antworten. Das erwarten die Thai und es entspricht dem Thai-Sprichwort „wenn wir einer Person etwas geben, gibt er uns etwas zurück; wenn wir ihm einen Wai geben, tut er das selbe; und wenn wir ihn lieben, wird er uns auch lieben; nur ein falscher Mann tut nicht so”.
Achtung: Es ist für einen Älteren absolut unangebracht, dem Jüngeren zuerst einen Wai zu geben! Für die (abergläubischen) Thai bedeutet das, dass dem Jüngeren dadurch sieben Jahre seines Lebens genommen werden.
Mehr zu dem traditionellen Wai findest du auch unter Verhaltensregeln.
